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Medien

Medien

#churchtoo – und wo ist der Aufschrei?

Gestern wurde die Studie der katholischen Kirche zu den Missbrauchsfällen vorgestellt. Das Ergebnis ist erschütternd. Zwischen 1946 und 2014 sollen mindestens 1.670 katholische Kleriker 3.677 Minderjährige missbraucht haben. Diese Zahlen musste ich erstmal sacken lassen. Zumal es sich dabei nur um die bekannten Fälle handelt!

Bei tagesschau.de steht: »Auszugehen sei von einem großen Dunkelfeld. Dreßing verteidigte die Studie gegen Kritik: Dass die Untersuchungen aus Datenschutzgründen anonym erfolgen mussten und dass es nicht möglich gewesen sei, alle Taten seit 1946 zu erfassen, sei von vornherein bekannt gewesen.«

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Medien, Politik

Von Anstand und Respekt

Seit einigen Tagen verfolge ich die Diskussion über die Frage, ob das ZDF-Team beim Merkel-Besuch etwas falsch oder ob die Polizisten hätten etwas anderes tun müssen – oder, auch das kommt vor, ob der Demonstrant vielleicht einfach einen an der Waffel hat. Und ob die erste Äußerung vom Ministerpräsidenten Michael Kretschmer nun angemessen gewesen sei oder nicht.

Ehrlich, ich …. *setzen Sie bitte hier Ihre eigene Position zum Sachverhalt ein und fühlen sich verstanden, das macht die ganze folgende Diskussion viel einfacher*

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Gleichstellung, Medien, Politik

Es muss auch mal wehtun!

»Wenn es knirscht, dann ist es noch okay«, sagt mein Yogalehrer immer beim Kopf kreisen. »Aber wenn es wehtut, bitte nicht rabiat drüber bügeln!« Der Satz passt zum Thema: Hat nicht in den ganzen letzten Jahren diese ganze Feminismus-, #metoo-, Sexismus- und Frauenquotensache einfach nur geknirscht? Irgendwie haben wir das ja alle mitgemacht.

Es läuft immer nach dem gleichen Schema: Irgendwer stellt fest, dass da einiges nicht ganz so fair und schön ist. Dann gibt es eine kurze Aufregung, mit Glück minimale Änderungen – aber am Ende wird es trotzdem weiter toleriert. Es ist ja auch gar nicht die böse Absicht, irgendwen »in die Pfanne« zu hauen. War ja schließlich schon immer so. Fast immer bleibt alles beim Alten. Veränderung fällt schwer und bedarf Zeit.

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Medien

Wenn Rassisten Kinderfernsehen gucken

Die Aufregung um die KiKa-Sendung »Schau in meine Welt«, bei der ein 16-jähriges Mädchen und ihr 19-jähriger Freund porträtiert werden, sorgt derzeit im Netz für große Aufregung. Das »Problem«: Sie ist Deutsche, Christin. Und er Syrer, Flüchtling aus Aleppo und Moslem. Die Sendung wurde Ende November ausgestrahlt. Jetzt wandert die Geschichte durch Facebook und jeder, der Ausländern auch nur minimal kritisch gegenüber steht, kommentiert. »Hilfe, wie kann sowas denn ins Kinderfernsehen kommen?«, ist dabei noch die harmlose Variante – wenn auch nicht minder hirnlos als die Mehrzahl der übrigen Kommentare.

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Medien

TBC – Total blödes Clickbait

Habt ihr schon einmal Panik gehabt? Begründet oder nicht, jedenfalls nicht wirklich steuerbar.
Nun stellt euch kurz vor, ihr seid Schüler einer Dresdner Schule. An dieser ist ein Fall von Tuberkulose aufgetreten. Kurz darauf noch drei weitere. Eltern wurden informiert. Nach der regulären Inkubationszeit (übrigens mindestens 8 Wochen) sollen weitere Tests stattfinden. Ihr seid gedanklich immer noch Schüler, ein Kind. Und als Schüler nutzt man heutzutage auch ein Smartphone… liest womöglich Nachrichten… und dann seht ihr diese Headlines in den Tagesmedien: weiter…

Gleichstellung, Medien, Politik

Frauen in Medien und Politik

Neulich war ich in Köln. Bei den »Medienfrauen NRW 2017« habe ich einen Workshop zum Thema »Präsentieren und Netzwerken« gegeben. Eine super Veranstaltung, um jungen Frauen zu zeigen, was alles machbar ist. Um ihnen Mut zu machen und um in Zukunft so hoffentlich viel mehr Frauen in Medienunternehmen zu sehen. Denn gerade Chefredaktionen und Redaktionsleitungen sind überwiegend mit Männern besetzt. Auf den verschiedenen Panels bei den Medienfrauen waren sich alle ziemlich einig, dass redaktionelle Themen anders gesetzt werden würden, wenn mehr Frauen entscheiden könnten. Aber auch hier: Die Mischung machts.
Den Live-Blog zum Workshop und den Panels könnt ihr auf der Seite der Medienfrauen NRW nachlesen.

Sehr spannend fand ich, was für Fragen von den Teilnehmerinnen kamen. Zum Beispiel kam eine junge Frau zu mir und fragte: »Was wenn ich nun aber den Job unbedingt haben möchte und der Chef schon beim Einstellungsgespräch seltsame Andeutungen macht?«
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Gleichstellung, Medien

Billiges Titten-Klicken

Liebes Hitradio RTL Sachsen, könnten wir vielleicht mal ganz kurz über Moral und Anstand reden? Ich finde eure aktuelle Aktion »So sexy ist Sachsen« einfach nur schrecklich. Nein, nicht nur schrecklich, ich finde sie beschämend, frauenverachtend und unglaublich billig.

Ihr macht eine Aktion, was natürlich zu eurem Geschäft gehört und für den Hörer ist da sicher auch irgendein Mehrwert dabei…. äh, welcher noch gleich?

Euer Ziel bei der Aktion steht direkt im ersten Satz der Teilnahmebedingungen: »Zur Steigerung der Attraktivität des Hörfunkprogramms HITRADIO RTL, seiner Internetpräsentation www.HITRADIO-RTL.de, der HITRADIO RTL- App sowie des HITRADIO RTL- Facebook- Accounts führt der Veranstalter die Höreraktion „So sexy ist Sachsen“ durch.»
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